Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Autonomie der Schilddrüse

Kennzeichen

Bei der funktionellen Autonomie bilden Teile der Schilddrüse ungehemmt Schilddrüsenhormone, ohne der übergeordneten Kontrolle von Hypothalamus und Hypophyse zu gehorchen. Die Hormone werden somit völlig unabhängig vom tatsächlichen Bedarf produziert. Die funktionelle Autonomie ist in Jodmangelgebieten wie Deutschland die häufigste Form der Schilddrüsenüberfunktion. Das autonome Schilddrüsengewebe kann diffus verteilt sein oder in einem oder mehreren Knoten vorliegen. Man spricht von einem autonomen Adenom oder auch von einem "heißen Knoten".

Symptome

Die Beschwerden bei funktioneller Autonomie hängen von der Funktionslage der Schilddrüse ab. Sie müssen nicht sofort erkennbar werden. Auftretende Knoten können - je nach Größe - Enge- und Druckgefühl sowie Schluck- oder Atembeschwerden hervorrufen. Ist die Schilddrüsenfunktion normal, so treten meist keinerlei Beschwerden auf. Langfristig kann es zu einer Schilddrüsenüberfunktion mit den entsprechenden Symptomen kommen.

Diagnose

Zur Diagnose der funktionellen Autonomie überprüft man die Laborwerte, welche durch die Schilddrüsenüberfunktion verändert sind. Mit der Szintigraphie lassen sich die Stoffwechselaktivitäten in unterschiedlichen Bereichen der Schilddrüse zuverlässig anzeigen, während eine Sonographie knotige Veränderungen des Schilddrüsengewebes sichtbar macht.

Ursachen

Die Ursache für die funktionelle Autonomie ist nur teilweise geklärt. Der Zusammenhang mit einem vorangegangenen Jod-Mangel und einer dadurch bedingten Vergrößerung der Schilddrüse scheint aber gesichert.

Therapie

Liegen die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion vor, ist eine Behandlung der Schilddrüsenautonomie angezeigt.

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